MY YACHT, MY CASTLE

Vor Jahren erblickte eine kleine Prinzessin in Plymouth das Licht der Welt, die voller Leidenschaft an einer Erfolgsstory arbeitete. Auf dem langen Weg fand sie ihren Prinzen in Arnault, der zusätzlichen Glamour in die Welt der außergewöhnlichen Princess Yachts brachte. Heute ist die Marke erfolgreicher den je, und gerade deshalb interessieren uns nicht nur die Superlative, sondern auch der Charme vergangener Zeiten, den das Unternehmen selbstbewusst und sensibel zugleich durch die Neugestaltung einer historischen und längst nicht so glamourösen Princess präsentiert. Dieses Projekt legte man vertrauensvoll in die Hände von Sarah Verey, die bereits seit 30 Jahren als Designerin für das Unternehmen tätig ist. Es wurde zu Ihrer Herzensangelegenheit.

Von Eileen Osei

Sarah Verey kam zu Princess Yachts „by accident“ wie sie lachend formuliert. Als ganz junge Frau wollte sie mit ihren Eltern auf einen Trip durch die Niederlande aufbrechen, was sich aber kurzfristig zerschlug. Was lag da näher, als sich einen Job zum Geld verdienen zu suchen? Der Arbeitsvermittler hatte wohl das richtige Näschen, denn er vermittelte Sarah Verey als Aushilfe an Princess Yachts. Zu diesem Zeitpunkt hat wohl keiner geglaubt oder auch nur geahnt, dass der zukünftige Director of Creative Design vor ihnen steht. Für Sarah Verey ist es bis heute eine ununterbrochene Lebensreise: „Ich kam für einen Job und bin nie mehr gegangen“. Mittlerweile ist sie schon seit vielen Jahren die Chefdesignerin des Unternehmens und verantwortlich für zahllose großartige Yacht-Designs.

Jeder Millimeter einer Princess Yacht ist von Sarah Verey präzise durchdacht. Das Design ist ein Gesamtpaket aus scheinbar unendlich vielen Details. Es geht darum, eine Umgebung zu schaffen, die man nicht mehr verlassen möchte. Komfort in jedem Millimeter, im Innen- und im Außenbereich. Die Yacht als schwimmender Wohlfühl(t)raum auf dem Meer hat andere Anforderungen als die Villa zu Hause und dennoch soll es sich wie eine echte Homebase anfühlen. Kreativität, Interpretation und Adaptionsfähigkeit sind gefragt. Kaum vorstellbar, aber für die Kreation individueller Oasen in der Schiffswerft in Plymouth stellt Princess Yachts 70 bis 80 Prozent aller Teile für den Bau der Yachten selbst her; das sind Ausbauelemente und Interiorobjekte im vierstelligen Bereich, ausgenommen Bauteile wie beispielsweise die Motoren. Damit hat Princess Yachts eine größere Interior-Kollektion als so mancher Möbelhersteller. Nicht nur die neuesten Yachtmodelle designt Sarah Verey, vor kurzem stellte sie das erste restaurierte und innen völlig neu gestaltete Boot aus dem Hause Princess Yachts vor. „Eine besondere Herausforderung, aber zugleich eine sehr reizvolle Aufgabe“, so die Designerin. Einem alten Auto neues Leben einzuhauchen sei weitaus einfacher, sagt die Designerin, dennoch wird auch nicht jedes alte Auto zu einem feinen Oldtimer. Ein historisches Auto könne man allerdings gut auf dem Trockenen restaurieren und in einer schönen, temperaturgesteuerten Garage für eine lange Zeit aufbewahren. Ein altes Auto zu neuem Glanz zu verhelfen sei in, eine alte Yacht aufzufrischen sei hingegen nicht für viele reizvoll. Diese auf dem Wasser zu halten und den einwandfreien Zustand beizubehalten, erfordert eine Menge Geld, Geduld, Energie und Entschlossenheit. Die Aufarbeitung gestaltet sich dadurch bei historischen Yachten weitaus schwieriger.

Das Projekt 31 ist nun das erste voll restaurierte und innen neu gestaltete Boot von Princess Yachts. Klingt wie eine Geheimmission, jedoch war dieses Boot eines der ersten überhaupt aus der renommierten britischen Werft. Zum 50jährigen Bestehen der britischen Bootsmarke im Jahr 2015, sollte das Projekt 31 restauriert werden. Das historische Boot befand sich damals im Ärmelkanal in einem wahrhaft nicht royalem Zustand. Die alte Prinzessin wurde also nach Plymouth zurückgebracht und dort haben Sarah und ihr Team die ultimative Vintage-Prinzessin reif für das 21. Jahrhundert gemacht. Die verantwortungsvolle Aufgabe bei jeder Restaurierung ist, das Erscheinungsbild zu erneuern und zeitgemäß anzupassen. Das Designteam musste sie zunächst von innen und außen komplett renovieren, eine echte Herausforderung, aufgrund der begrenzten Arbeitsfläche im Boot.

Adel verbindet, gibt es da bessere Bande als zum britischen Königshaus? Prinzessin Charlotte ist zumindest Namenspatin und da es keine Zufälle gibt, war es eine weitere glückliche Fügung, dass im Jahr des Firmenjubiläums die kleine Prinzessin Charlotte das Licht der Welt erblickte. Das Projekt 31 heißt seit der Restaurierung Projekt 31 Charlotte und steht symbolisch für die Reise von fünf Jahrzehnten Princess Yachts. Lebendige Farben waren die Vision für die neue Princess, ein helles Rot in der Inneneinrichtung und Mahagoni versprühen Glamour und romantischen Charme der Sixties.

Wie eine Geheimzutat bei einem Gourmet-Rezept, sind bei Princess Yachts die verwendeten Materialien der Inneneinrichtung. Das Leder, das Sarah Verey verwendet, ist nicht unbekannt. Es ist das gleiche Leder einer Hermes Kelly Bag. Exklusiver geht es nicht. Ein schwimmender Taschen(t)raum. Das wertvolle Material in der Inneneinrichtung wird so verwendet, wie es sich der Kunde wünscht. Individualität im Design ist gewünscht, umgeben mit dem Stil einer Princess Yacht. Viele Frauen träumen auf der ganzen Welt ihr Leben lang von einer eigenen Hermes Kelly Bag, Sarah Verey hat auf der Princess Y85 15 Kelly Bags allein für die Möbel verwendet. Die Tasche als ständiger Begleiter zu Wasser, ein weiterer Wohntraum. Auch die neuen Yacht-Modelle sind so für die Designerin herausfordernde und interessante Projekte und erhalten ihre volle Aufmerksamkeit und Zuwendung. Erfolgreich kam im September die Princess V55 auf den Markt, derzeit entsteht die X95, die im Frühjahr 2020 auf den Markt und zu Wasser kommen soll. Bootsbaukunst seit über 50 Jahren und wir kennen jetzt eine Geheimzutat, die Hermes Kelly Bag. Einzigartige Handwerkskunst, die schwimmend die Meere dieser Welt entdecken kann.

X95

 

princessyachts.com

 

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